{"id":13,"date":"2008-02-22T22:07:45","date_gmt":"2008-02-22T21:07:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.b26-forchheim.de\/index.php\/ehrenburg-diplom"},"modified":"2016-04-23T14:30:40","modified_gmt":"2016-04-23T12:30:40","slug":"ehrenburg-diplom","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.b26-forchheim.de\/index.php\/ehrenburg-diplom","title":{"rendered":"Ehrenb\u00fcrg-Diplom"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ausschreibung<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Anl\u00e4\u00dflich seines 25j\u00e4hrigen Bestehens gab der Ortsverband Forchheim, B26, dieses Diplom an alle lizensierten Funkamateure und SWLs f\u00fcr Kontakte nach dem 1. Januar 1991 heraus.<\/p>\n<p align=\"left\">Es m\u00fcssen 25 Punkte durch Verbindungen mit Stationen in den DOKs B05, B08, B26, B27, B31, B33, B38, B40 und Z51 erreicht werden. Dabei z\u00e4hlen Kontakte mit den Clubstationen DL0FO und DB0QV je f\u00fcnf Punkte, jede Station aus B26 z\u00e4hlt zwei Punkte und jede Station aus den aufgef\u00fchrten Nachbar-Ortsverb\u00e4nden je einen Punkt. Kontakte mit einer Clubstation und mindestens sechs weiteren Stationen aus B26 sind obligatorisch.<\/p>\n<p align=\"left\">Es gibt keine Band- oder Betriebsarten-Beschr\u00e4nkung. Jede Station darf nur einmal im Diplomantrag aufgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p align=\"left\">Der Diplomantrag wird mit GCR-Liste, eine gepr\u00fcfte Aufstellung vorhandener QSL-Karten, und mit der Geb\u00fchr von 5 \u20ac oder 7 US-Dollar an folgende Anschrift geschickt:<\/p>\n<p align=\"center\">Dieter Puchinger DG2NBN<br \/>\nAngerstrasse 10a<br \/>\nD-91301 Forchheim<\/p>\n<p align=\"left\">Das Diplom ist 21 x 29,7 cm gro\u00df &#8211; DIN A4. Es ist auf etwa\u00a0120 Gramm holzfreien Marmorkarton gedruckt. Es zeigt in der Mitte die Wiedergabe eines 11,5 x 16 cm gro\u00dfen Holzschnittes der &#8222;Ehrenb\u00fcrg&#8220; bei Forchheim. Das Diplom wurde auf der DARC-Herbstversammlung im November 1990 anerkannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.b26-forchheim.de\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/diplom1.jpg\" alt=\"Ehrenb\u00fcrg-Diplom - Beispiel\" \/><\/p>\n<p><strong>Geschichtliches \u00fcber die Ehrenb\u00fcrg<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Die Ehrenb\u00fcrg, die hier in Franken das &#8218;Walberla&#8216; genannt wird, ist eine der eindruckvollsten Berggestalten der Fr\u00e4nkischen Schweiz. Sie liegt am Eingang des Wiesenttales. Der Berg besteht aus Malmdolomit und die Geologen schreiben, da\u00df die Albstufe und somit auch die Ehrenb\u00fcrg durch die Flusserosion der Regnitz und ihrer Nebenfl\u00fcsse entstand. Einer davon ist die Wiesent. Der Malmdolomit widerstand jedoch dieser Erosion und auch die Oberfl\u00e4chenabtragung der landschaftstypischen Felsen wurde durch die H\u00e4rte des Dolomitgesteins vermindert.<\/p>\n<p align=\"left\">Der aufragende Bergstock mit seiner charakteristischen Einsattelung zwischen dem s\u00fcdlichen (530m) und dem n\u00f6rdlichen (512m) Gipfel wurde schon in der Hallstattzeit besiedelt. Die Kelten bauten den Berg im sp\u00e4ten La-Tene zu einer umfangreichen Wallburg (Fliehburg) aus. Auch die Germanen besiedelten die Ehrenb\u00fcrg. Etliche Forscher, vor allem der Forchheimer Dr. Hans R\u00e4bel, haben auf dem 1,5 km langen und 300 m breiten Inselberg mit seinen beiden Sattelk\u00f6pfen, dem Walberla und dem Rodenstein, zahlreiche Spuren der Vergangenheit entdeckt. Die wertvollen Funde aus pr\u00e4historischer Zeit werden im Pfalzmuseum in Forchheim aufbewahrt.<\/p>\n<p align=\"left\">Auch eine heidnische Kultst\u00e4tte soll sich auf dem Berg befunden haben. Sie wurde schon sehr fr\u00fch vom Christentum \u00fcbernommen. Der Sage nach hat die heilige Walburgis, sie war die Schwester des hl. Willibald und kam im Gefolge des Frankenmissionars Bonifatius aus England, die erste Kapelle auf dem Berg selbst errichtet. D\u00e4monen sollen mit Steinbrocken nach ihr geworfen haben um den Bau zu verhindern. Sie aber zwang unerschrocken die Unholde ihr beim Kapellenbau zu helfen. Zum Dank f\u00fcr ihre Hilfe schenkte St. Walburgis den D\u00e4monen in der Nacht zum 1. Mai die Freiheit. Deshalb tanzten die Hexen und Druden in der Walburgisnacht auf dem Berg. In der heutigen Zeit sind die D\u00e4monen und Geister der Ehrenb\u00fcrg jedoch nicht mehr zu sehen, denn sie sind vor dem Trubel und L\u00e4rm in das Berginnere geflohen.<\/p>\n<p align=\"left\">1360 wurde das Walburgisheiligtum das erste Mal urkundlich erw\u00e4hnt. Es ist jedoch sehr viel \u00e4lter. Die heutige schlichte Kapelle stammt aus dem 16 &#8211; 17 Jahrhundert. Sie wurde von den Herren von Wiesenthau erbaut. Ihnen geh\u00f6rte auch der Berg. Am Fest der Kirchenpatronin St. Walburgis (1.Mai) zogen \u00fcber Jahrhunderte hindurch Wallfahrer aus dem Umland zur Kapelle. Nach dem Hochamt wurde Markt abgehalten und gefeiert. Und die Franken verstehen zu feiern!! Das Wallfahren wird heute nicht mehr durchgef\u00fchrt, im gegensatz zum Walberla-Fest, das allj\u00e4hrlich am 1. Sonntag im Mai begangen wird. Es ist eine der beliebtesten und gr\u00f6ssten Bergkirchweihen im ganzen Land und vielleicht sogar das \u00e4lteste deutsche Fr\u00fchlingsfest \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p align=\"left\">Viele Dichter, bekannte wie Viktor v. Scheffel, aber auch viele f\u00fcr die Welt unbedeutende Poeten, haben dem Berg Verse gewidmet. Komponisten und Musiker vertonten so manches dieser Gedichte und besangen das &#8218;Walberla&#8216;.<\/p>\n<p align=\"left\">Schriftsteller brachten Geschichten und Sagen zu Papier und viele K\u00fcnstler haben die Ehrenb\u00fcrg auf ihre Weise dargestellt. Der bedeutenste unter ihnen war ohne Zweifel Albrecht D\u00fcrer. Auf seinem Holzschnitt &#8218;Die grosse Kanone&#8216; (1518) kann man den Berg bewundern.<\/p>\n<p align=\"left\">\u00dcberlieferung und Mythos, Glaube und Aberglaube haben einen Kranz von Legenden und Sagen um sein Haupt gewoben, aber dies ist ein Kapitel f\u00fcr sich. Viktor von Scheffel schrieb 1863 im &#8218;Exodus Cantorum&#8216; \u00fcber die Ehrenb\u00fcrg:<\/p>\n<p align=\"center\">&#8222;Ob Vorchheim bei Kirchehrenbach<br \/>\nWoll&#8217;n wir zu Berge steigen,<br \/>\nDort schwingt sich am Walpurgistag<br \/>\nDer Franken Maimarktreigen;<br \/>\nDer ist seit grauer Heidenzeit<br \/>\nNoch allem Landvolk theuer,<br \/>\nSchatzkind, halt G\u00fcrtel fest und Kleid,<br \/>\nWir springen durch die Feuer!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausschreibung Anl\u00e4\u00dflich seines 25j\u00e4hrigen Bestehens gab der Ortsverband Forchheim, B26, dieses Diplom an alle lizensierten Funkamateure und SWLs f\u00fcr Kontakte nach dem 1. Januar 1991 heraus. Es m\u00fcssen 25 Punkte durch Verbindungen mit Stationen in den DOKs B05, B08, B26, B27, B31, B33, B38, B40 und Z51 erreicht werden. 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